Game-Erwachsenen-Bildung

Digitale Lernspiele: Enormes Potenzial für die Erwachsenen-Bildung


Spielen ist nur was für Kinder? Von wegen. Heute ist der Mensch mehr denn je dazu angehalten, sein ganzes Leben lang zu lernen, um den Anschluss an rasante Entwicklungen in Gesellschaft und Berufsleben nicht zu verlieren. Dieser permanente Lernprozess zieht sich bis ins hohe Alter durch – auch für Senioren jenseits der 60 gilt es, insbesondere bei neuen Technologien am Ball zu bleiben, um nicht schon an einfachen Alltagsverrichtungen wie dem Kauf eines Tickets an einem Fahrkartenautomaten des öffentlichen Nahverkehrs zu scheitern.

Lernen nach herkömmlichen Methoden fällt mit zunehmendem Alter jedoch immer schwerer, und mit der Zeit bildet sich beim Einzelnen ein ganz persönlicher Lernstil heraus, der nicht immer mit den angewandten didaktischen Mitteln kompatibel ist. Hier entfalten digitale Lernspiele ihr besonderes Potenzial – denn mit ihnen ist es möglich, unterschiedliche Altersgruppen und eine breite Vielfalt von Lernstilausrichtungen flexibel zu bedienen.

Im Rahmen einer Untersuchung wurde getestet, welche Lerneffekte sich bei Erwachsenen mit unterschiedlichen Lernstilen in einer Trainingssimulation von deterministischen Fertigungslinien erzielen lassen. Unabhängig vom persönlichen Lernstil erreichten alle Teilnehmer die Lernziele und konnten zudem ihre Leistungen signifikant verbessern. Eine Gruppe von Testpersonen mit einer speziellen Lernstilausrichtung schnitt in der Versuchsreihe besonders gut ab.

Die Ergebnisse der Untersuchung können nun dazu genutzt werden, Lernsimulationen ganz gezielt auf eine bestimmte Zielgruppe auszurichten und für jeden Lernstil die passenden Materialien und Präsentationsformen bereitzustellen.

Crazy Machines

Das Programm Crazy Machines schult auf spielerische Weise das Verständnis von grundlegenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten.

Serious Games decken eine große Bandbreite unterschiedlicher Konzepte und Wirkungsweisen ab – verallgemeinernde Aussagen über ihre Effizienz lassen sich also kaum treffen. Es ist vielmehr notwendig, die Möglichkeiten von Serious Games in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen individuell auszuloten. So werden an digitale Lernspiele in der Erwachsenen-Bildung sicher andere Anforderungen gestellt als an Serious Games, die Senioren helfen sollen, ihre motorischen und geistigen Fähigkeiten zu trainieren.

Eines zeichnet sich jedoch jetzt schon deutlich ab: Digitale Lernspiele und Serious Games haben in der Erwachsenen-Bildung ebenso ihren Platz wie in der Förderung der älteren Generation der sogenannten „Silver Gamer“. Die Möglichkeiten erweisen sich als derart vielfältig, dass sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch lange nicht ausgeschöpft sind.

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