Medienpädagogik

Die digitale Generation verändert die Welt


Was bei Kindern und Jugendlichen begonnen hat, setzt sich in der Gesellschaft immer weiter fort: Computerspiele und Internet sind gerade dabei, älteren Massenmedien wie Fernsehen und Radio den Rang abzulaufen. Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit vor dem PC oder vor der Spielkonsole statt vor dem TV-Programm – eine Entwicklung, die den digitalen Medien eine breite Palette neuer Perspektiven eröffnet. Und dabei geht es nicht nur um die reine Unterhaltung. Auch im Bereich der Bildungsmedien ist in den letzten Jahren viel in Bewegung geraten. Eine Chance für die Serious Games?

Das Unterhaltungsangebot aus Computerspielen und Internet hat seit den späten 80er Jahren enorm an Attraktivität gewonnen: Virtuelle Welten werden immer detaillierter und lassen den Anwender buchstäblich eintauchen in neue faszinierende Environments. Anders als in TV und Radio kann der User hier selbst aktiv werden, Dinge verändern, Rätsel lösen und seinem Forscherdrang freien Lauf lassen. Ein weiterer Vorteil der digitalen Medien gegenüber den traditionellen Angeboten: Computerspiele und Internet-Angebote (Browser-Spiele, Communities etc.) bieten die Möglichkeit zu Interaktion und Kommunikation mit Gleichgesinnten und haben damit eine ausgeprägte soziale Komponente. Allein dieser Aspekt legt die Prognose nahe, dass digitale Medien gegenüber TV und Radio weiter an Boden gewinnen werden.

Mittlerweile sind es auch nicht mehr nur die Jugendlichen, die sich verstärkt mit Computerspielen und Internet beschäftigen. Produkte aus diesen Bereichen sind heute bereits so komplex, dass sie auch eine „erwachsenere“ Zielgruppe ansprechen.

Game-based Learning im virtuellen Büro.

Game-Based Learning im virtuellen Büro.

Auch dem didaktischen Potenzial der digitalen Medien wird immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt: Unternehmen bringen Kunden und Mitarbeitern Produkte und Arbeitsprozesse auf unterhaltsame Weise in Form von Game-Based Learning näher. Schüler können den Lernstoff aus der Schule mit Hilfe von Lernspielen und einschlägigen Internet-Angeboten vertiefen. Selbst für Senioren werden digitale Spiele immer interessanter: „Silver Gaming“ eröffnet Möglichkeiten zum Trainieren von körperlichen und geistigen Fähigkeiten und verhindert darüber hinaus, dass ältere Mitbürger aufgrund fehlender medialer Kompetenzen an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen untermauern die Tragweite des aktuellen Trends: Serious Games und Game-Based Learning-Konzepte werden die traditionellen Bildungsmedien sicher nicht komplett ersetzen, aber sinnvoll und effizient ergänzen können.

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