Vermittler zwischen Unternehmen und Spiele-Entwicklern: Engage.NRW

Den klassischen Unternehmen Gamification nahe zu bringen ist gar nicht so einfach. Programmierung, Game-Design, kaufmännisches Tagesgeschäft – das alles sind Bereiche, die unterschiedliche Sprachen sprechen und doch voneinander profitieren können. Das Projekt Engage.NRW, unter der Leitung von Stefanie Waschk, versucht die unterschiedlichen Bereiche zusammenzuführen. Klassische Unternehmen werden mit Entwicklern aus der Gaming-Industrie zusammen gebracht, die auf leistungsfähige Technik, motivierende Konzepte und intuitive Benutzeroberflächen spezialisiert sind.

Durch diese Zusammenarbeit entstehen maßgeschneiderte Lösungen zur Prozessoptimierung, Kundengewinnung oder Mitarbeiterschulung. Die Initiative der Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung und der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH berät interessierte Unternehmen kostenlos, betreut Projekte während des Prozesses und steht auch danach noch weiter für Rückfragen zur Verfügung.

Das Magazin der Film und Medienstiftung NRW stellte Stefanie Waschk zu den Herausforderungen und Aufgaben einige Fragen, unter anderem auch, was die wichtigsten Aufgaben von Engage.NRW sind. Frau Waschk dazu:

„Engage.NRW ist die Schnittstelle zwischen Unternehmen aus „klassischen Branchen“ und Spiele-Entwicklern. Wir treten direkt an Unternehmen heran, um ihnen das Projekt vorzustellen und beraten bei Interesse kostenlos. Vielen ist gar nicht bewusst, dass sie im klassischen Business von dem Know-How der Spiele-Entwickler profitieren können. Engage.NRW liefert hier wertvolle Anregungen. Wenn ein Unternehmen ein entsprechendes Projekt umsetzen möchte, prüfen wir die Umsetzungsmöglichkeiten. Dazu gehört auch die Auswahl des Teams, das am besten zu den Ideen des Unternehmens passt. Wir sind dabei, bis ein Projekt in die Umsetzung geht und stehen auch danach noch jederzeit zur Verfügung.“


Auf die Frage, für welche Unternehmen Engage.NRW zurzeit besonders interessant wäre, antwortete Waschk:

„Das kann man so einfach gar nicht sagen. Generell ist Engage.NRW für alle Unternehmen interessant, in denen Mitarbeiter weitergebildet und motiviert, Prozesse optimiert und Kunden gewonnen werden sollen. Daher setzen wir uns zu Beginn des Projektes mit Unternehmen und Entwicklern zusammen und prüfen maßgeschneiderte Optionen. Wenn das Unternehmen bereits eine klare Vorstellung hat, prüfen die Entwickler, ob sich die Idee auch gewinnbringend für das Unternehmen umsetzen lässt. Die Bandbreite der bereits umgesetzten Projekte spricht da für sich: mobile CRM-Systeme, intuitive Steuerungstools für Schweißanlagen oder fürs Facility Management, Lernspiele z.B. für angehende MTA oder interaktive Vertriebsschulungen, Visualisierungen neuster Technologien bis hin zu therapeutischen Trainingsapplikationen für Reha-Patienten. Und genauso gemischt sind die Branchen der Projektpartner: Von der Produktion bis zur Medizintechnik ist alles dabei. Wichtig ist, dass das Unternehmen offen ist und erkennt, welche Vorteile eine Zusammenarbeit mit Spiele-Entwicklern bieten kann.“

Auch in Zukunft wird Engage.NRW von der EU und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert und kann bereits einige Erfolge verzeichnen, sowie eine erstaunliche Liste an Partnern, die mit Begeisterung daran arbeiten, Gaming-Industrie und Unternehmen zu vereinen. Weitere Informationen zu Engage.NRW finden Sie auf der Homepage, das ganze Interview und weitere Informationen aus der September Ausgabe des Magazins der Stiftung für Film und Medien können Sie hier herunterladen.

Alle Leser, die noch Fragen haben oder sich einen persönlichen Eindruck machen wollen, können das Video von Frau Waschk mit dem Online Magazin GameMarkt ansehen.

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