Quest to Learn – die Schule als Spiel

Schaut man sich in deutschen Schulen um, muss man zugeben: In Sachen Game Based Learning und Digitalisierung gibt es zwar stellenweise bemerkenswertes Engagement, doch tief greifende Neuerungen und Experimente sind in anderen Ländern leichter zu finden – zum Beispiel in den USA. „Quest to learn“ heißt ein Schulprojekt in New York, das Gamifizierung und Digitalisierung ernst nimmt und auf dieser Grundlage das Curriculum der Schule grundlegend neu aufgestellt hat.

Unterstützt von verschiedenen Stiftungen und dem Institute of Play wurde eine „innovative Pädagogik“ entwickelt, die Design, Kollaboration und systemisches Denken als Schlüsselfähigkeiten des 21. Jahrhunderts betrachtet. Die Fächergrenzen wurden deshalb aufgeweicht. Stattdessen orientiert sich das Curriculum an bestimmten Denkschemata, die verschiedene Fächer miteinander verbinden. Im Herbst 2009 startete die sechste Jahrgangsstufe in den Unterricht. In jedem Schuljahr kommt seitdem eine neue Stufe dazu, ab diesem September ist schon der neunte Jahrgang dabei.

Gamification bedeutet kurz gefasst: die Prinzipien des Spiels auf andere Kontexte zu übertragen – beispielsweise auf den Schulunterricht. Das heißt allerdings nicht, dass die Schüler den ganzen Tag lang Computerspiele spielen. Das Prinzip des Spiels wird jedoch übertragen, so dass die Schüler „die Identitäten und das Verhalten von Entdeckern, Mathematikern, Historikern, Schriftstellern und Evolutionsbiologen annehmen können“. So werden auch die Fächer bei „Quest to Learn“ – einem Spiel ähnlich – „Domains“ genannt. Sie sind anders angelegt als die traditionell thematisch abgegrenzten Schulfächer, wie die Schule erklärt.

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(Quelle: digital-lernen.de)

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