Serious Games vermitteln spielend Wissen

Die Bezeichnung Serious Games klingt zunächst nach einem Widerspruch in sich. “Sie kommt daher, weil das Spiel nicht nur zum Zweck der Unterhaltung konzipiert wurde”, sagt Thorsten Unger Bundesverband der Computerspielindustrie GAME. “Serious Games sind Lernspiele, mit denen Informationen übermittelt, Kenntnisse getestet und bestimmte Prozesse eingeübt oder überprüft werden sollen.”

“Ein Spiel fördert die Motivation zum Lernen”, erklärt Unger. “Erfolgserlebnisse wirken sich positiv auf die Motivation aus.” Die ersten Serious Games seien bereits vor Jahren in den USA für den Einsatz beim Militär entwickelt worden. “Bis heute werden sie in dem Bereich stark eingesetzt.” Soldaten trainieren damit zum Beispiel das Panzerfahren, das Entschärfen von Minen oder das korrekte Verhalten in Krisengebieten. Mitunter seien diese Spiele kaum von gängigen Shootern zu unterscheiden, sagt Unger.

“In Unternehmen lernen Angestellte den Umgang mit Kunden, es gibt Bewerbungstests in Form eines Videospiels, und in der Medizin können Ärzte oder Therapeuten fachspezifische Handlungen trainieren”, nennt Franziska Oehler vom Netzwerk Serious Games Berlin einige Beispiele. Ein Arzt könne so theoretisch komplette Operationen simulieren. Ein weiteres Beispiel ist der Einsatz bei der Feuerwehr, der Polizei oder im Katastrophenschutz. “Für diese Bereiche lassen sich Krisenszenarien oder Unfälle durchspielen, die nicht jeden Tag passieren”, erklärt Oehler.

Serious Games werden aber nicht nur von Unternehmen, sondern auch in der Schule genutzt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Serious Games für den Privatbereich. Während Kinder beispielsweise mit einem “Was ist was?”-Spiel spielerisch etwas über die Kulturschätze der Welt lernen könnten, könnten sich Erwachsene unter anderem beim Abschied vom Rauchen helfen lassen, etwa beim Onlinetraining “Squin – Smoke Quit Win”. “Man durchläuft darin verschiedene Stufen und kann sich über das Netz in Gruppen anonym mit anderen Nutzern über Rückfallsymptome austauschen”, erklärt Serious-Games-Expertin Oehler das Prinzip.

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(Quelle: relevant.at)

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