Übungsstunde mit Clownfisch Nemo und Winnie Puuh

Lernen macht Spaß, und zwar nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause. Nach dieser Devise entwickeln viele Spiele-Hersteller gezielt Unterhaltungsangebote für Kinder und Erwachsene, die nicht nur Spaß machen, sondern gleichzeitig auch einen Lerneffekt haben sollen – egal ob bei Brett-, Online- oder Computerspielen.

Um das Lernen für Kleinkinder interessant und ansprechend zu gestalten, lassen Spiele-Entwickler die Aufgaben oftmals von Kinderfilm-Figuren stellen, wie SpongeBob Schwammkopf, Nemo der Clownfisch oder Winnie Puuh – oder die Figuren bitten die Kinder im Spiel um tatkräftige Unterstützung. Die Vertrautheit der Figuren kann bei Kindern das Interesse an den Aufgaben steigern. „Umso individueller und persönlicher ein Spiel gestaltet ist, desto höher kann auch der Lerneffekt sein“, sagt Medienethikerin Dr. Ingrid Stapf.

Der Grund dafür ist, dass sich Kinder schnell mit den Figuren identifizieren und dadurch einen individuellen Zugang zu den Spielen finden. Manche Hersteller greifen bei der Neuentwicklung von Spielen offensichtlich auch Erziehungsbereiche auf, in denen Schwierigkeiten erkannt wurden. Der Spiele-Hersteller Noris zum Beispiel erklärt Kindern ab sechs Jahren in seinem Brettspiel „Mein Taschengeld“, wie sie mit ihrem Taschengeld verantwortungsvoll umgehen können, wie viel Geld eine Limonade kostet und mit welchen kleinen Aufgaben sie sich ein bisschen Taschengeld dazuverdienen können.

Eine Erfolgsgarantie können Lernspiele oder Serious Games jedoch niemals geben – egal wie witzig oder abwechslungsreich sie gestaltet sind. Bei Kindern, so Ingrid Stapf, sei es besonders schwierig, wenn sie zu schnell erkennen, dass mit dem Spiel ein unmittelbarer Lerneffekt verbunden ist. Das Resultat kann die komplette Ablehnung oder Verweigerung des Spiels sein.

Zusätzlich haben auch die Graphik, der Spannungsfaktor, die Navigation und der Spielanreiz gehörigen Einfluss auf die Qualität und Attraktivität eines Spiels. Sind diese Punkte nicht ansprechend umgesetzt, kann es leicht sein, dass ein pädagogisch wertvolles Spiel nicht interessant genug ist und dann ungenutzt in der Zimmerecke verstaubt.

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