Serious Games für Militäranalysten

Das US-Militär versucht mit „Serious Games“, die Nachwuchsanalysten der „Generation Facebook“ zu drillen. Man will mit Spezialsoftware deren Einstellungen bezüglich Sicherheit und Geheimhaltung ermitteln und nach eigenen Vorstellungen formen.

Das Ziel: Ein zweiter Fall Bradley Manning soll dadurch verhindert werden. Manning wird vorgeworfen, US-Material an die Whistleblower-Plattform WikiLeaks weitergegeben zu haben. “Ernsthafte Games ermöglichen Lernen aus Erfahrung. Sie finden in einer sicheren Umgebung statt, in der das Lernen aus Fehlern OK geht”, so heißt es in der Präsentation des “Sirius”-Programms beim Treffen “ernsthafter Spielentwickler” am 24. Februar 2011 im Großraum Washington.

Der genaue Ort wurde nicht öffentlich bekanntgegeben, das Mitbringen jedweder Elektronik war verboten. Einladende Instanz war nämlich die “Intelligence Advanced Research Activity”, die Forschungsabteilung des Obersten Geheimdienstkoordoinators James R. Clapper.

Intelligence Analysts

Das Zielpublikum des auf eine Laufzeit von vier Jahren angelegten Sirius-Projekts für “ernsthafte Spiele” sind nämlich Personen, die grundsätzlich nur mit unsicheren Umgebungen zu tun haben.

Es handelt sich um sogenannte “Intelligence Analysts”, die – von Luftaufnahmen angefangen bis zu Informationen aus Datenbanken der Geheimdienste – alle möglichen Quellen zusammenführen und auswerten. Ob es nun Top-Analysten der National Security Agency im sicheren Hinterland sind, oder rangniedrige taktische Analysten vor Ort in den Kampfgebieten: Jeder Interpretationsfehler kann dabei Leben kosten. Ebenso können kognitive “blinde Flecken” tödliche Folgen haben.

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