«Gabarello» – spielend gehen lernen

«Serious Games»: Dass Spiele mehr können als nur unterhalten – das war das Thema heute am Neuchâtel International Fantastic Film Festival NIFFF. Ein Beispiel für ein sogenannt ernsthaftes Spiel ist das Projekt «Gabarello», das Kindern bei der Rehabilitation hilft.

In diesem Projekt geht es um die Rehabilitation von Kindern, die bei einem Unfall ein Gehirntrauma erlitten haben und als Folge davon nicht mehr gehen können. Eine solche Verletzung kann unter Umständen therapiert werden: Die Patienten müssen mit den unverletzten Regionen des Gehirns neu gehen lernen.

Lernen mit dem Roboter Schritt halten
Eine Methode dazu ist die Arbeit mit einem Therapie-Roboter, z.B. dem Lokomat, bestehend aus einem Laufband und zwei darauf montierten Roboter-Beinen. Die Patienten schlüpfen in diese Roboter-Beine, der Roboter macht Gehbewegungen, und die Patienten versuchen, mitzumachen. Zu Beginn geht der Roboter mit dem Patienten, mit der Zeit gehen dann die Patienten mit dem Roboter.

«Gabarello» ist ein an den Lokomat-Roboter angeschlossenes Spiel. Die Patienten in dem Roboter schauen auf einen Bildschirm und sehen dort einen kleinen Astronauten, der à la Petit Prince um einen Planeten wandert.

Immer weiter, immer höher
Je mehr sich die Patienten anstrengen, selber ihre Beine zu bewegen – was der Roboter über Sensoren registriert und an das Spiel weiter meldet – desto schneller geht der Astronaut, desto höher kann er springen und desto mehr Blumen einsammeln.

Diese einfache Mechanik verändert das abstrakte, weit entfernte Ziel des Gehenlernens in ein ganz konkretes und heute erreichbares: Sammle möglichst viele Punkte.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


  • © 2016 Seriousgames.de · © 2016 TÜV Rheinland Akademie GmbH
Top