Sag‘ es mit den Händen

Als eine der wenigen Apps zum Erlernen der Gebärdensprache erreicht „SiGame“ mit seinem spielerischen Ansatz vor allem auch Kinder und Senioren. Das farbenfrohe Design mit großen Klickflächen und gut lesbarer Schrift sorgt für eine sehr komfortable Bedienung. Doch wie lernt man am einfachsten eine sigame-503436-h900Sprache, die nur mit den Händen gesprochen wird? Die in SiGame angebotene Lösung ist der Avatar SiMax, der in animierten Sequenzen die richtigen Gebärden vorführt. Dabei fokussiert sich dieser virtuelle Sprachlehrer aber nicht nur auf das simple Ausführen einer Bewegung, sondern präsentiert ebenfalls lebendig die passende Mimik und Mundbewegung. Innerhalb eines angepassten Memoryspiels lernt man anhand dieser ausdruckstarken Methode im Grundpaket ca. 70 Vokabeln. Mit Hilfe eines Quiz und Vokabeltrainers kann das erworbene Wissen dann nochmals vertieft werden.

Für die Entwicklung von „SiGame“ sind drei Partner verantwortlich: equalizent steuerte die Expertise rund um die Gebärdensprache bei. Das 3D Animationsstudio arx anima entwickelte die Grafiken, insbesondere für den Avatar SiMax, und IBM unterstützte das Projekt im Bereich Softwareentwicklung und Testing. Die Standardversion mit dem Lernpaket der Grundvokabeln ist kostenlos. Durch In-App Käufe können weitere Gesprächspakete erworben werden, die jeweils verschiedenen Themenbereichen zugeordnet sind. Dabei kann in der gesamten App zwischen der deutschen, amerikanischen und internationalen Gebärdensprache gewählt werden. Die Integration der internationalen Gebärdensprache hat auch die Namensgebung der App beeinflusst – die ersten Buchstaben des zentralen Wortes “Sign” (Englisch für Zeichen, in diesem Fall Gebärde) wurde umgedreht und ergab so den Namen für das Spiel.

„SiGame“ ist seit Anfang des Jahres auf dem Markt und kann sowohl im App-Store für iOS als auch im Google Play Store für Android geladen werden.

Zur Homepage der App geht es hier

Super Mario verbessert das Gehirn

Das Spielen von Videospielen ist eine sehr beliebte Aktivität und erfüllt eine Vielzahl von kognitiven und motorischen Ansprüchen, wie das Zurechtfinden in neuen Umgebungen. Deswegen könnte das Spielen von bestimmten Videospielen als intensives Training für verschiedene Fähigkeiten genutzt werden. Die Protagonisten des Plattformers Super Mario 64 können in ihrer virtuellen Heimat, dem Mushroom Kingdom, ihre Größe verdoppeln oder für kurze Zeit unbesiegbar werden. Leider ist dies im realen Leben noch nicht möglich, aber eine Studie des Berliner Max-Planck-Instituts hat ergeben, dass das Spielen von Super Mario 64 die Struktur des Gehirns von Spielern verändern kann, mit positiven Auswirkungen.

Für den Test wurden 48 Versuchspersonen ausgewählt, die vorher für sechs Monate keine Videospiele gespielt hatten und noch nie in Kontakt mit Super Mario 64 gekommen waren. 23 Probanden mussten für zwei Monate mindestens 30 Minuten Super Mario 64 am Tag spielen und 25 Teilnehmer wurden gebeten für den Versuchszeitraum keine Videospiele zu spielen.
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Deutschlands Schulen und der Puls der Zeit

Das Magazin der Spiegel berichtete kürzlich über den aktuellen Einsatz von digitalen Lehrmitteln in der Schule in gewohnt zugespitzter Manier: „Besser als Ritalin“ (Ausgabe 21/2014). Es geht um den gelungenen Einsatz des bekannten Spiels “Minecraft” im Unterricht. Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, ist prominenter Kronzeuge für den beginnenden Umbruch, denn er äußerte sich  erstmalig positiv über Informatik als Pflichtfach.

 

Speziell auf bestimmte Schulfächer angepasste Versionen (“Mods”) des millionenfach verkauften Spiels setzt Mirek Hancl am Lessing-Gymnasium in Uelzen (Niedersachsen) ein. Als Lehrer für Informatik und Chemie kam er auf die Idee, sein didaktisches Modell des selbstgesteuerten und erfahrungsbasierten Lernens mit Hilfe der virtuellen Klötzchenwelt umzusetzen. Auslöser war für Hancl der handfeste Konflikt mit einem Schüler, der lieber heimlich daddelte als den vorgegebenen Lernstoff zu studieren. Nach einer übergreifenden Diskussion zum Thema Computerspiele an seiner Schule, samt Vorträgen von Schülern, folgte der gelungene Testeinsatz von Minecraft im Unterricht. Durch das explorative Open-World-Konzept und die reduzierte Optik wird die Fantasie und das Abstraktionsvermögen der Kinder angeregt. Die daraus resultierende Erhöhung der Motivation und Aufmerksamkeit im Unterricht sind für Hancl und schließlich auch für Kraus die stärksten Argumente für den Einsatz dieses Lehrmittels. “Wenn es um Technik geht“, so Hancl, „können sich die zappeligsten Jungs plötzlich stundenlang in ein Thema versenken. Informatik ist besser als Ritalin.” Die umfassende Konsequenz zieht der Branchenverband Bitkom mit seiner Forderung nach Tablet-Rechnern für jeden Abc-Schützen.

 

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Prävention: Computerspiele halten Senioren fit

Computerspiele sollen Senioren künftig dabei helfen, ihre körperliche und geistige Gesundheit länger zu erhalten. Dazu sollen die Spieler Aufgaben erfüllen, die ihre kognitiven Fähigkeiten stimulieren und ihre Mobilität erfordern. Forscher der westfälischen Hochschule haben nun ein Projekt gestartet, das ein geeignetes System entwickeln soll.

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(Quelle: Deutsche Gesundheits Nachrichten)

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