Die Gamification unseres Lebens im TV

Nach wie vor ist das Interesse des Fernsehens an Themen rund um Computerspiele relativ verhalten – Ausnahmen bilden nur emotional stark aufgeladene Themen wie “Killerspiele” oder „Spielsucht“. Umso erfreulicher, wenn TV-Sendungen tiefergehend die rasante Entwicklung von digitalen Spielen aufarbeiten. In diesem Sinn widmet sich 3sat am Donnerstagabend sehr gelungen dem Thema Gamification mit der Wissenschaftsdokumentation: “Verspielte Welt – Die Gamification unseres Lebens”. Verschiedene Möglichkeiten der spielerischen Motivation im Alltag, eingängige Erläuterungen von Begriffen wie “Instant Feedback” und interessante Antworten auf die Frage, warum Spiele uns überhaupt so faszinieren, werden in der Sendung dargestellt. Und auch für Kenner der Branche ist der Beitrag aufgrund neuer und interessanter Praxisbeispiele aus Forschung und Wirtschaft sehenswert.

“Verspielte Welt – Die Gamification unseres Lebens”, Donnerstag 11.12., 20:15 auf 3Sat.

Nachtrag 12.12.2014:
Für alle Leser, die die Sendung verpasst haben hier gibt es eine TV-Kritik der Frankfurter Rundschau!

Super Mario verbessert das Gehirn

Das Spielen von Videospielen ist eine sehr beliebte Aktivität und erfüllt eine Vielzahl von kognitiven und motorischen Ansprüchen, wie das Zurechtfinden in neuen Umgebungen. Deswegen könnte das Spielen von bestimmten Videospielen als intensives Training für verschiedene Fähigkeiten genutzt werden. Die Protagonisten des Plattformers Super Mario 64 können in ihrer virtuellen Heimat, dem Mushroom Kingdom, ihre Größe verdoppeln oder für kurze Zeit unbesiegbar werden. Leider ist dies im realen Leben noch nicht möglich, aber eine Studie des Berliner Max-Planck-Instituts hat ergeben, dass das Spielen von Super Mario 64 die Struktur des Gehirns von Spielern verändern kann, mit positiven Auswirkungen.

Für den Test wurden 48 Versuchspersonen ausgewählt, die vorher für sechs Monate keine Videospiele gespielt hatten und noch nie in Kontakt mit Super Mario 64 gekommen waren. 23 Probanden mussten für zwei Monate mindestens 30 Minuten Super Mario 64 am Tag spielen und 25 Teilnehmer wurden gebeten für den Versuchszeitraum keine Videospiele zu spielen.
Weiterlesen

Deutschlands Schulen und der Puls der Zeit

Das Magazin der Spiegel berichtete kürzlich über den aktuellen Einsatz von digitalen Lehrmitteln in der Schule in gewohnt zugespitzter Manier: „Besser als Ritalin“ (Ausgabe 21/2014). Es geht um den gelungenen Einsatz des bekannten Spiels “Minecraft” im Unterricht. Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, ist prominenter Kronzeuge für den beginnenden Umbruch, denn er äußerte sich  erstmalig positiv über Informatik als Pflichtfach.

 

Speziell auf bestimmte Schulfächer angepasste Versionen (“Mods”) des millionenfach verkauften Spiels setzt Mirek Hancl am Lessing-Gymnasium in Uelzen (Niedersachsen) ein. Als Lehrer für Informatik und Chemie kam er auf die Idee, sein didaktisches Modell des selbstgesteuerten und erfahrungsbasierten Lernens mit Hilfe der virtuellen Klötzchenwelt umzusetzen. Auslöser war für Hancl der handfeste Konflikt mit einem Schüler, der lieber heimlich daddelte als den vorgegebenen Lernstoff zu studieren. Nach einer übergreifenden Diskussion zum Thema Computerspiele an seiner Schule, samt Vorträgen von Schülern, folgte der gelungene Testeinsatz von Minecraft im Unterricht. Durch das explorative Open-World-Konzept und die reduzierte Optik wird die Fantasie und das Abstraktionsvermögen der Kinder angeregt. Die daraus resultierende Erhöhung der Motivation und Aufmerksamkeit im Unterricht sind für Hancl und schließlich auch für Kraus die stärksten Argumente für den Einsatz dieses Lehrmittels. “Wenn es um Technik geht“, so Hancl, „können sich die zappeligsten Jungs plötzlich stundenlang in ein Thema versenken. Informatik ist besser als Ritalin.” Die umfassende Konsequenz zieht der Branchenverband Bitkom mit seiner Forderung nach Tablet-Rechnern für jeden Abc-Schützen.

 

Den gesamten Artikel finden Sie hier.

Unternehmen scheuen vor Implementierung zurück

Eine Befragung auf der Messe “Learntec” hat Aufschluss darüber gegeben, warum Unternehmen E-Learning bislang noch nicht in stärkerem Umfang nutzen. Der Hauptgrund ist die Scheu vor der Implementierung – aber auch die Kosten, fehlende Betreuung und mangelndes Vertrauen schrecken potenzielle Nutzer ab.

Weiter Informationen finden Sie hier.

 

(Quelle: Haufe Online Redaktion)

Serious Games als Maßstab: Beschäftigungsfähigkeit von Unternehmen und Mitarbeiterentwicklung

M.I.T. e-Solutions entwickelt als Dienstleister für digitales Marketing zusammen mit der Bremer Hafenwirtschaft und weiteren Beteiligten, ein Qualifizierungs- und Kompetenzentwicklungsspiel welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird. Das auf über 3 Jahre angesetzte Projekt soll die Modernisierung  der traditionellen, maritimen Wirtschaft in Bremen rund um Handel, Logistik und Küste unterstützen (Stichwort: Industrie 4.0) sowie die gewonnenen Erfahrungen wissenschaftlich auswerten. So soll die Effektivität des Einsatzes von Serious Games für die Beschäftigungsfähigkeit von Unternehmen und Mitarbeiterentwicklung verfolgt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

(Quelle: www.huberverlag.de)

  • © 2016 Seriousgames.de · © 2016 TÜV Rheinland Akademie GmbH
Top