Apr 02

Das Gros persönlicher Daten im Internet geben User freiwillig preis – und schaffen damit begehrte Handelsware. Vier Wiener Entwickler wollen darauf – ausgerechnet! – mit einem Facebook-Spiel aufmerksam machen.

Facebook-Spielen hängt das Image an, nicht viel mehr zu sein als ein paar glitzernde Scherben, die man in einen Käfig voller Elstern wirft: heiß begehrt, aber grundsätzlich wertlos. Zu Recht. Ob da stark simplifizierte Spielkonzepte der 1990er-Jahre als Wiedergänger ihrer selbst neuen Anklang finden oder erfolgreiche Marken wie „Civilization“ für ein nach Instant-Unterhaltung gierendes Publikum kannibalisiert werden – als Ort, an dem Millionen von Menschen ihre Zeit verbringen oder verschwenden, übt das soziale Netzwerk natürlich große Faszination auf Spieler und Spieldesigner aus.

Angesichts der ungebrochenen Beliebtheit von FarmVille, Mafia Wars und ihren Epigonen war es aber nur eine Frage der Zeit, bis es auch die „Serious Games“ in das Netzwerk schaffen würden. Jene Spiele also, die nicht nur der Kurzweile der Spieler und der Geldbörse ihrer Entwickler dienen, sondern den Anspruch verfolgen, User aufzuklären, zu bilden und zu erziehen.

Ein perfektes Beispiel für diese Gattung von Spielen kommt aktuell aus Österreich: Am Donnerstag hat das Spiel Data Dealer auf dem Wiener Badeschiff seine Veröffentlichung bekannt gegeben. Das von den Internet-Entwicklern Ivan Averintsev, Wolfie Christl und Ralf Traunsteiner sowie der Illustratorin Pascale Osterwalder geschaffene Game versetzt den Facebook-User in die Situation eines Datenkraken, der Informationen über einzelne Menschen sammelt und sie gewinnbringend weiterverkauft.

Wie das Spiel funktioniert und welches Ziel damit verfolgt wird finden Sie hier

Tags:
  1. No comments yet.