Wie Unternehmen auf spielerische Weise Bewerber gewinnen wollen
Die Rekrutierungsprozesse verändern sich und Serious Games halten Einzug in die Unternehmen. Die neuen Strategien verknüpfen Social Media Kanäle mit Employer Branding. So werden auch spielerische Ansätze mit Berufsorientierung und webbasiertes Personalmarketing mehr denn je in Betracht gezogen.
Dieser Ansatz, bekannt als “Recrutainment”, setzt den Fokus nicht nur auf die Auswahl geeigneter Kandidaten (Recruiting), sondern auch auf die Information und Unterhaltung (Entertainment). Aktuelle Trends des Recrutainment sind die Selbstauswahl der Kandidaten gegenüber der Fremdauswahl durch die Unternehmen, die Verbindung von Serious Games und Social Media als Rekrutierungskanal mithilfe von “Realistic Job Previews” und Facebook-Applikationen.
Somit gibt es Self-Assessments im engeren Sinne (klassische Selbsttests) und im weiteren Sinne (Realistic Job Previews und Serious Games). Self-Assessments im weiteren Sinne verbinden Aspekte klassischer Verfahren mit Einblicken in das Unternehmen und den Berufsalltag durch Realistic Job Previews. Sie sollen dem potenziellen Mitarbeiter einen authentischen Eindruck von den Arbeitsbedingungen und den konkreten Tätigkeiten geben.
Wissenschaftliche Betrachtungen konnten deutlich positive Aspekte auf die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, wie Fluktuation, Leistungsfähigkeit oder Absprungquote im Rekrutierungsprozess identifizieren, da durch Realistic Job Previews die Erwartungshaltung der Kandidaten realistischer wird, unpassende Kandidaten schon frühzeitig abspringen und somit nur Kandidaten mit echtem Interesse für den weiteren Prozess übrig bleiben.
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Quelle: Wirtschaftspsychologie aktuell 2/2011 (K. Kupka, A. Martens, J. Diercks)



