Mai 06

Erfahrungsberichte von Rewe, Edeka und Real – Führungskräfte entscheidend – Berufsbildungsforum der LZ-Schwester Mediadidakt

LZnet/sb. Neue Medien spielen in der Aus- und Weiterbildung im Handel eine wachsende Rolle. Rewe, Edeka und Real bauen E-Learning-Konzepte konsequent aus.

Seit September 2010 gibt es für Rewe-Supermärkte und Penny jeweils eine eigene Online-Plattform zur Weiterbildung der Mitarbeiter. Der Rollout des Systems in sämtlichen Märkten soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, berichtet Jürgen Lenz, der das Projekt in der Personalentwicklung der Rewe Group leitet. Bei Edeka und Real wird die netzgestützte Wissensverbreitung seit 2007 strategisch vorangetrieben: 60.000 Kurse wurden bei Edeka und 180.000 bei Real bereits erfolgreich abgeschlossen. “E-Learning ist die Demokratisierung der Weiterbildung”, sagt Olaf Bursian, Hauptabteilungsleiter Weiterbildung & Wissensmanagement bei Real. Denn es werden somit sehr viele Mitarbeiter unabhängig von Ort und Zeit erreicht.

“E-Learning funktioniert”, darin sind sich Lenz, Bursian und Rubbel beim Berufsbildungsforum von Mediadidakt einig, das vergangene Woche unter dem Motto “Lernen – digital und crossmedial” stand. Eine Herausforderung und Chance für die Zukunft sehen sie in der noch besseren Vernetzung neuer Methoden mit den klassischen Fortbildungsformen.

“Präsenzseminare und E-Learning befruchten sich gegenseitig”, stellt Bursian klar, dass es nicht darum gehen kann, Ausbilder und Trainer durch digitale Medien zu ersetzen. Schließlich bestehen viele Arbeitsanforderungen aus einem Wissensanteil und der praktischen Umsetzung.

Neue Medien stützen das Azubi-Marketing

„Die Mitarbeiter sind die Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg“, erklärte Fritz-Peter Steinhausen, Geschäftsführer Edeka Südwest, beim 29. Berufsbildungsforum von Mediadidakt. Im Gundelfinger Bildungszentrum des Handelsunternehmens trafen sich die Aus- und Weiterbildungsverantwortlichen des Handels, um zukunftsweisende Projekte für die Mitarbeiterentwicklung zu diskutieren. In Anbetracht der demografischen Entwicklung legt der Handel immer mehr Wert auf gezieltes Ausbildungsmarketing. Neben Schulpartnerschaften und Aktionstagen, die Steinhausen beispielhaft vorstellte, rücken die neuen Medien verstärkt in den Fokus.

Künftige Azubis gehören zu den so genannten „digital Natives“, die mit dem Internet aufgewachsen sind, weiß Thorsten Unger, Geschäftsführer Zone 2, der davon berichtet, wie Facebook & Co. die Arbeitswelt des Handels verändern. So müssten sich Ausbilder auf ein anderes Lernverhalten des Nachwuchses einstellen, sagt Unger. Der Experte für Game-based-Learning hat auch den virtuellen Supermarkt mit entwickelt (www.virtuellersupermarkt.de). Beispielhaft zeigt er, wie andere Branchen spielerische Konzepte erfolgreich zur Rekrutierung von Azubis einsetzen. Auch Jörg Noh vom Mannheimer Textilfilialisten Engelhorn, macht sich beim Azubi-Marketing das Interesse der Jugend an neuen Medien zu eigen: Mit einem Kurzfilm informiert das Unternehmem neuerdings auf Youtube, Facebook und der eigenen Homepage über das Ausbildungskonzept. Geplant und umgesetzt wurde die Idee übrigens von den aktuellen Azubis.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel

Tags:
  1. No comments yet.