Game “Elude” einer österreichischen Spieleforscherin veranschaulicht Depression
Das Thema Depression klingt nicht nach Spiel. Im Bereich der “serious games”, also Spielen, die nicht nur auf Unterhaltung abzielen, sondern “ernste” Absichten verfolgen, kann sich der Gegensatz aber auflösen. Nämlich dann, wenn man versucht, der Krankheit auf metaphorischer Ebene näherzukommen, um damit Aufklärungsarbeit zu leisten. Das von der österreichischen Spieleforscherin Doris C. Rusch am Massachusetts Institute of Technology (MIT) konzipierte und designte Flash-Spiel Elude schafft das.
Innenleben als Landschaft
Elude stellt das Innenleben eines depressiven Geistes als Landschaft dar. Hauptschauplatz ist ein Wald, der den “normalen” Bewusstseinszustand symbolisiert. Mit der Spielfigur steigt man von Ast zu Ast mühsam in die Baumkronen hinauf. Auf Ästen sitzende Vögel erheben sich per Zuruf in die Lüfte. Sie symbolisieren Freude stiftende Leidenschaften im Leben: Musik, Freundschaft, Sport. Ganz oben über dem Wald zu sein bedeutet, glücklich zu sein. Aber lange kann man sich nicht in der Glücksphase halten.
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