Dez 15

1378 Kilometer war die deutsch-deutsche Grenze lang. Und “1378(km)” heißt das Kunstprojekt, das Jens M. Stober bei der Vorstellung im Oktober einige Aufregung bescherte. “1378(km)” ist eine Computerspiel-Modifikation, in der der Spieler entweder die Rolle eines DDR-Flüchtlings oder eines DDR-Grenzsoldaten einnehmen kann. Ein Interview mit dem Macher des umstrittenen “Serious Game” über sein Werk und Videospiele allgemein.

Die Fragen stellte Hanno Terbuyken

Sie sind der Kopf hinter “1378(km)”, dem umstrittenen “Grenzer-Shooter”, wenn man es so nennen möchte. Haben sie mit den Reaktionen gerechnet, die nach der ersten Ankündigung am 3. Oktober 2010 auf sie zugekommen sind?

Jens M. Stober: Mit dieser Reaktion konnte ich so nicht rechnen. Ich war da ein bisschen überrumpelt, dass es so weit gekommen ist.

Was war passiert? Wie haben sie das erlebt?

Stober: Ich habe eine Pressekonferenz gegeben im Rahmen des Spieles. Als da mehrere Fernsehteams aufgelaufen sind, war mir schon klar: Aha, das interessiert dann doch noch mehr, als wir erwartet hatten. Als sich auch noch Repräsentanten von Nachrichtenagenturen unter den Gästen befanden, wussten wir, dass es dann ein bisschen was größeres wird. Wobei man dazu sagen muss: die Berichterstattung an dem Tag und an den Tagen danach war eigentlich objektiv und auch ein bisschen kritisch, womit ich ja kein Problem habe. Aber dann ist die Bild-Zeitung in das Thema eingestiegen, hat eigentlich komplett falsch über 1378(km) berichtet und diese Hetzjagd begonnen.

Lesen Sie hier das vollständige Interview

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