Aug 19

In Computerspielen muss nicht immer geballert werden. Frankfurter Studios entwickeln auch Produkte für Therapien und den Schulunterricht. „Zappelix zaubert“ ist eines davon.

18. August 2010

Die Welt von Zappelix sieht aus wie ein entschlacktes Super Mario Land. Es gibt keine Monster, es wird nicht geschossen und auf die Zeit muss der Spieler auch nicht achten. Der kleine Junge Zappelix muss im ersten Level eigentlich nur von einer Wolke zur nächsten springen und zwischendurch warten, bis ein Luftballon kommt, der ihn zur nächsten Wolke trägt. In diesem Warten besteht der therapeutische Ansatz. „Zappelix zaubert“ ist ein Therapiespiel, es soll hyperaktive Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit heilen, soll ihnen die Vorzüge von Geduld und Konzentration spielerisch beibringen. Wer zu schnell weiter will, stürzt von der Wolke – Game over.

Entwickelt hat das Spiel die Frankfurter Multimediamanufaktur zusammen mit dem Heidelberger Psychotherapeut Helmut Bonney, der schon einige Bücher zum Aufmerksamkeitsdefizit verfasst hat. Das Spiel soll die häufige Behandlung des Syndroms mit Ritalin ersetzen. Derzeit untersuchen Züricher Wissenschaftler den tatsächlichen Nutzen des Spiels, das Ende des Monats auf den Markt kommen und auf der heute beginnenden Computerspielemesse Gamescom in Köln vorgestellt werden soll.

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