Berlin (ots) – Der Mensch hat schon immer viel und gern gespielt – ob bei Gesellschaftsspielen, sportlichen Wettkämpfen oder seit rund 30 Jahren bei Computerspielen. Neu ist, dass Spiele seit einigen Jahren in immer mehr und neue Lebensbereiche eindringen. Wir lernen und verlieben uns spielend, manchmal sparen wir spielend sogar Geld. “Meistens wissen wir aber gar nicht, dass wir gerade an einem Spiel teilnehmen”, so Prof. Thomas Langhanki in seiner Antrittsvorlesung anlässlich seiner Berufung zum Professor für Gamedesign an der Mediadesign Hochschule in Berlin. Die Allgegenwart und Faszination von Spielen bleibt nicht ohne Folgen für unsere Wahrnehmung und unser Alltagsverhalten.
Wenn sich Singles in Partnerbörsen auf die Suche nach ihrer großen Liebe machen, befinden sie sich bereits mitten in einem Spiel. “In einer Partnerbörse begibt sich der Nutzer freiwillig in eine geschlossene Welt mit klaren, bindenden Regeln, die vergleichbar sind mit einem Spiel”, so der 38-Jährige Thomas Langhanki. Mit Simulationen werden “gelungene Mischungen” von Partnern berechnet, in einem Punktesystem sortiert und von Nutzern bewertet. Damit finden sich die drei Wesensbestandteile von Spiele wieder: Freiheit, Scheinhaftigkeit und Geschlossenheit. Ähnlich funktionieren Kundenbindungskarten wie Payback: “Der Kunde wird für richtiges Verhalten belohnt und am Ende erhält er als Preis eine Prämie”, erläutert der Diplom-Animator, der als Geschäftsführer eines Spieleentwicklers auch künftig in der Spielebranche tätig sein wird.
Während wir hier nicht einmal merken, dass wir Teil eines Spieles sind, lassen Spiele uns an anderer Stelle vergessen, worum es eigentlich geht: “Lerncomputerspiele bieten ganz neue Möglichkeiten und sind oft so faszinierend, dass wir höchst freiwillig lernen.” So gibt es immer mehr berufsbildende und berufsvorbereitende Serious Games – vom Browserspiel bis zur iPhone App. Eine der jüngsten Erfolgsgeschichten ist der “Landwirtschaftssimulator”, das in Deutschland eines der meistverkauften
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