Aus dem „Online-Games-Report 2010“ der Fachgruppe Connected Games im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) in Deutschland, in dem über 7500 Spieler nach ihrem Nutzungsverhalten und ihrer Nutzungsintensität erforscht wurden, geht hervor, dass die Anzahl der Online-Gamer im Jahr 2009 um rund ein Drittel gestiegen ist. „Die oft belächelte ‚Spiele‘-Branche ist jedenfalls ein ernstzunehmender und hochdynamischer – leider oft noch unterschätzter – Wirtschaftsfaktor“, sagt die Expertin Karoline Simonitsch, Strategic Development Consulting. Denn die Ausgaben für die Teilnahme an Online- und Browserspielen betrugen allein in Deutschland im Krisenjahr 2009 rund 204 Millionen Euro laut dem Bundesverband Interaktiver Unterhaltungssoftware (BIU).
Besondere Bedeutung kommt Lernspielen zu, die auch als Serious-Games bezeichnet werden. Diese Games wollen Lerninhalte und Fähigkeiten wie Problemlösungskompetenz, Risiko-Management oder Teamwork spielerisch vermitteln. Auch Barbara Novak misst diesem Bereich der Medienpädagogik im Kontext des Wiener Bildungsservers ganz besondere Bedeutung bei. „Wir stellen die im September stattfindende Medienpädagogische Fachtagung heuer unter das Thema ‚Gamebased Learning‘. Eine der drei Kategorien des Medienpreises ist dem Thema Games gewidmet. Games als Lerninstrument zu verwenden wird immer wichtiger“, zeigt sich die Politikerin frustriert.
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